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Wie funktioniert die Partizipative Entscheidungsfindung?

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Was aber passiert genau bei der Partizipativen Entscheidungsfindung (PEF)? Wie laufen solche Gespräche ab?

Zunächst muss der Arzt zwei Dinge tun: Er muss seinem Patienten mitteilen, dass eine medizinische Entscheidung anliegt - beispielsweise aufgrund eines aktuellen Untersuchungsergebnisses. Und er muss dem Patienten anbieten, gemeinschaftlich über die nächsten Schritte zu entscheiden.

 

Damit dies funktionieren kann, braucht der Patient Informationen: Der Arzt muss ihn über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten aufklären - mit all ihren Vor- und Nachteilen, Chancen und Risiken. Wobei der Arzt sicherstellen sollte, dass sein Partner die verschiedenen Therapiewege auch wirklich verstanden hat. Denn nur so kann sich der Patient eine echte eigene Meinung bilden.

 

Informationen geben und nehmen

Die Partizipative Entscheidungsfindung ist aber keine informationstechnische Einbahnstraße. Auch der Patient teilt sein Wissen mit dem Arzt. Zum Beispiel, indem er seine Erwartungen, Erfahrungen oder Befürchtungen über bestimmte Behandlungsmethoden wiedergibt.

 

Sind alle wichtigen Punkte beleuchtet, die verschiedenen Therapiewege genauso wie die individuellen Erwartungen des Patienten, beginnt der eigentliche Entscheidungsprozess: Beide Partner werden nun darlegen, welchem Behandlungsweg sie den Vorzug geben würden. Sie werden beide Ansichten abwägen, diskutieren und dann zu einer gemeinsamen Entscheidung gelangen.

 

Schließlich werden sie miteinander vereinbaren, wie die gemeinsame Entscheidung umgesetzt werden kann.

 

In welchen Fällen eignet sich eine Partizipative Entscheidungsfindung?

Entwickelt wurde das Konzept der Partizipativen Entscheidungsfindung vor allem für zwei Situationen: für chronische Erkrankungen und für medizinische Entscheidungen, bei denen mehrere vergleichbare Therapiemöglichkeiten zur Wahl stehen. Ein wichtiger Faktor ist in beiden Fällen: Wie bedeutend ist eine bestimmte Entscheidung für den Patienten? Je größer die Bedeutung, desto wichtiger ist es, den Patienten an der Entscheidung zu beteiligen.

erstellt am 03.05.07; zuletzt aktualisiert am 12.07.10

Quelle: TK