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Progressive Muskelentspannung

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Lockere, entspannte Muskeln auch in stressigen Zeiten? Das geht. Die Progressive Muskelentspannung - auch Progressive Muskelrelaxation genannt - hilft, auch unter Stress frei von Verspannungen zu bleiben. Wer entspannte Muskeln hat, bleibt auch seelisch entspannt.

Unter Stress spannen wir oft unwillkürlich unnötig Muskeln an. Das führt zu Verspannungen und oft auch zu Schmerzen. Mit der Progressiven Muskelentspannung lernen Sie, solche Verspannungen zu erkennen und aufzulösen. Der amerikanische Physiologe Edmund Jacobson hat die Methode in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt. Progressiv heißt sie, weil sie abschnittsweise - englisch: "progressive" - verschiedene Muskelgruppen einbezieht.

 

Entspannung von Kopf bis Fuß

Das Verfahren ist einfach, aber wirkungsvoll: Sie suchen sich einen ruhigen Ort und setzen oder legen sich bequem hin. Dann spannen Sie gezielt die Muskeln des Körpers in einer bestimmten Reihenfolge kräftig an und lockern sie wieder. Zuerst die Hände, dann die Unterarme und Oberarme, den Nacken, den Rücken und so weiter, bis Sie schließlich bei den Füßen angelangt sind.

 

Dabei richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Sie empfinden. Sie merken deutlich, wie es sich anfühlt, wenn Ihre Muskeln sich entspannen und ganz locker werden.

 

Wichtig dafür ist das kräftige Anspannen vorweg. Es ermüdet den Muskel. Er entspannt deshalb besonders stark. Dadurch können Sie diesen Entspannungseffekt ungewöhnlich deutlich spüren. Das Anspannen fördert außerdem die Durchblutung der jeweiligen Muskeln. Viele nehmen das während der Entspannung als angenehm warm, schwer oder prickelnd wahr.

 

Nach einiger Übung werden Sie im Alltag problemlos erkennen, wo Sie gerade unnötig Muskeln anspannen, und sie gezielt lockern können. Auch ohne vorherige Anspannung, lediglich, indem Sie sich daran erinnern, wie sich die Entspannung anfühlt.

 

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Autor: Dipl.-Psychologin Anne Frobeen, erstellt am 17.10.08; zuletzt aktualisiert am 15.02.10

Quelle: Wagner-Link, A., "Der Stress", TK-Broschüre 2008