Stimmt die Diagnose, die ich von meinem Arzt bekommen habe? Ist die Operation wirklich notwendig? Vor wichtigen und schwerwiegenden Therapieentscheidungen kann es sinnvoll sein, sich von einem anderen Arzt eine zweite Meinung einzuholen.
Jeder Versicherte hat das Recht, bei Zweifeln an der vorgeschlagenen Therapie einen anderen Arzt aufzusuchen, um sich eine zweite Meinung einzuholen. Dies ist besonders sinnvoll bei schwerwiegenden Erkrankungen, weitreichenden oder langfristigen Behandlungen. Bei planbaren sowie operativen Eingriffen hilft eine zweite ärztliche Meinung dem Patienten, die Chancen und Risiken der vorgeschlagenen Therapie besser einzuschätzen. Bei Operationen können beispielsweise Nerven und Gefäße geschädigt werden oder Narben und Verwachsungen auftreten. Falls eine medikamentöse Therapie in Frage kommt, können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, bei einer manuellen Therapie sind Verletzungen möglich.
Um die Entscheidung für eine Therapie zu überprüfen, muss nicht das gesamte diagnostische Verfahren von vorne beginnen. Der Patient hat das Recht, seine gesamten medizinischen Unterlagen, wie etwa Untersuchungsbefunde oder Röntgenbilder, einzusehen. Die Praxis kann gegen eine Gebühr gegebenenfalls Kopien zur Verfügung stellen.
Darüber hinaus haben TK-Versicherte die Möglichkeit, sich bei Zweifeln oder Fragen zur Therapie ihres behandelnden Arztes an das TK-ÄrzteZentrum zu wenden.
- Seite 1: Zweitmeinung
- Seite 2: Operationen an der Wirbelsäule
erstellt am 05.01.10; zuletzt aktualisiert am 17.02.10
Quelle: TK

