Herbst-Winter-Blues - dieses jahreszeitlich bedingte Phänomen, das meist nur bei Erwachsenen und in der Mehrzahl bei Frauen auftritt, wird von Experten "Saisonal abhängige Depression" genannt - kurz: SAD. Dagegen helfen Licht, Luft und leuchtende Farben.
Charakteristisch für den Herbst-Winter-Blues: Das alljährlich wiederkehrende triste Gefühl bringt vor allem ein übersteigertes Schlaf-Bedürfnis mit sich. Laut Wissenschaft handelt es sich dabei um einen durchaus normalen Zustand, der dem Bedürfnis nach Winterschlaf gleichkommt. Weitere Begleitsymptome sind Heißhunger auf Süßigkeiten, ausgeprägte Lustlosigkeit, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsschwierigkeiten.
Auslöser Lichtmangel
Lichtmangel - so viel ist sicher - bringt während der düsteren Jahreszeit immer auch hormonelle Veränderungen mit sich. Denn unter dem Einfluss von Licht produziert der Körper verstärkt Endorphine, so genannte körpereigene Hormone, die morphiumähnlich wirken und euphorisch stimmen. Außerdem wird bei Licht verstärkt der Nervenbotenstoff Serotonin ausgeschüttet, der die Stimmung aufhellt und glücklich und zufrieden macht. Fehlt uns Licht, verändert das den Haushalt der Botenstoffe Serotonin und Melatonin im Gehirn - und die Seele gerät leichter als sonst in Schieflage.
Einfache Hilfe
Wer alle zwei Tage etwa eine Viertelstunde rausgeht, bildet genug Vitamin in der Haut. Egal, ob die Sonne scheint oder nicht. An bedeckten Tagen dabei am Besten in den Himmel gucken, dann ist man auch gleichzeitig gut drauf - allein durch das Licht, das direkt übers Auge zum Gehirn geleitet wird, mitten ins Zentrum der Gefühle.
Sonne aus dem Solarium hat keinen therapeutischen Effekt bei einer Herbstdepression. Denn auf einer Sonnenbank kommt ausschließlich ultraviolettes Licht zur Anwendung, das über die Haut wirkt. In die Augen - und über die bewirkt Licht gute Laune - darf reine UV-Strahlung auf keinen Fall geraten. Daher müssen in Solarien auch Schutzbrillen getragen werden.
Essen Sie sich winterfit
Der Mineralstoff Magnesium ist besonders wichtig für unser Wohlbefinden. Denn er spielt eine große Rolle bei der Reizübertragung von den Nerven zu den Muskeln. Konkret heißt das: Magnesium hilft dem vegetativen Nervensystem und ist ein Schutzfaktor gegen Stress.
Raus an die Luft
Gehen Sie möglichst oft und bei jedem Wetter nach draußen. Je heller es draußen ist, desto besser. Denn die Nervenbahnen der Augen signalisieren bei Helligkeit der Zirbeldrüse, weniger Melatonin zu produzieren. Und das hilft garantiert gegen Wintermüdigkeit. Denn das Hormon Melatonin ist es, das müde und schlapp macht.
Licht und Sonne suchen
Wenn Sie sich tagsüber viel drinnen aufhalten müssen, sollten Sie sich zumindest in möglicht hellen Räumen tummeln. Ein Platz am Fenster ist ideal - und sorgt dafür, dass Sie viel Licht abbekommen.
Leuchtende Farben...
beleben das Gemüt. Schwarz und Grau sind zwar edle Modefarben, aber frisch und fröhlich sind diese Farben nicht gerade. Tragen Sie für die gute Laune einfach mal lebendige Farben: Grün, strahlendes Gelb und Blau sowie bestechendes Rot inspirieren Gefühl und Kreativität und heben garantiert die Laune.
Autor: Britta Surholt-Rauer, erstellt am 01.11.05; zuletzt aktualisiert am 19.11.08
Quelle: TK