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Wie ist die Wirbelsäule aufgebaut?

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Die Wirbelsäule besteht aus sieben Halswirbeln, zwölf Brustwirbeln und fünf Lendenwirbeln. Das Kreuzbein besteht aus fünf Kreuzbeinwirbeln, die miteinander verschmolzen sind. Es schließt sich das Steißbein an, das aus drei bis vier Wirbeln entstanden und meist nur noch rudimentär vorhanden ist.

Jeder einzelne Wirbel besteht aus einem kompakten Wirbelkörper, der hinten in einem Bogen in einem Dornfortsatz ausläuft. Dieser Bogen hat an den Seiten zwei flügelartige Querfortsätze. Mit weiteren Fortsätzen an den Wirbelbögen, die sich dachziegelartig überlappen, berühren sich jeweils benachbarte Wirbel im hinteren Bereich. Diese kleinen Gelenke werden auch Facetten genannt. Zwischen den Wirbelkörpern befinden sich die Bandscheiben.

 

Zwischen den Wirbelbögen verlaufen Bandverbindungen und Muskeln, sodass die Wirbelsäule im Ganzen ein funktionelles System mit statischen und dynamischen Elementen bildet. Die Wirbelbögen bilden einen Kanal (Spinalkanal), in dem das Rückenmark verläuft. Die Nervenäste, die das Rückenmark abgibt, verlaufen zwischen den Querfortsätzen.

 

Was ist ein Wirbelbruch?

Man kann verschiedene Formen von Wirbelbrüchen unterscheiden: Brüche des Wirbelkörpers, des Wirbelbogens oder der Fortsätze. Am Wirbelkörper gibt es

 

  • Kompressionsbrüche (der Wirbelkörper ist zusammengedrückt)
  • Berstungsbrüche (zerborstene Wirbelkörper)
  • Kantenabbrüche (an der Vorder- oder Hinterkante)

 

Besonders Kompressionsbrüche können so eingestaucht sein, dass sich die Bruchstücke der Knochen miteinander verkeilen und nicht verschieblich sind. Diese Brüche werden als stabil bezeichnet.

 

Frakturen der Wirbel machen zwei Prozent aller Knochenbrüche aus.

Autor: Dr. med. Martina Modrack; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 15.03.10

Quelle: Hasse, F.M.: Klinikleitfaden Chirurgie. Urban & Fischer, 3. Auflage, 2002; Müller M.: Chirurgie. Medizinische Verlags- und Informationsdienste, 2002/03 / Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie: Merkblatt Wirbelfraktur (http://www.uniklinikum-saarland.de/mediadb/Uniklinik_Homburg/Aktuelles/ukhreport/Medizinlexikon/I_2006_1.pdf); Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und des Berufsverbandes der Ärzte für Orthopädie (BVO).AWMF-Leitlinie Rehabilitatiion nach Wirbelfraktur,. November 2005 Register Nr. 033/043 (http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/033-043.htm)