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Was ist ein Unterschenkelbruch und wie kommt es dazu?

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Am Unterschenkel finden sich zwei große Röhrenknochen: Das stärker ausgeprägte, die Hauptlast tragende Schienbein, die Tibia, und das dünnere, stützende Wadenbein, die Fibula. Beim Unterschenkelbuch können entweder die Fibula, die Tibia oder beide Knochen gebrochen sein.

Der Unterschenkelbruch ist einer der häufigsten Brüche der langen Röhrenknochen. Meist entsteht der Bruch bei einem Unfall, zum Beispiel durch Stoßstangenverletzung bei angefahrenen Fußgängern im Straßenverkehr oder durch Unfälle beim Skisport.

 

Unterschenkelbrüche werden je nach Bruchformen in drei große Gruppen eingeteilt. Da die Knochen am Schienbein kaum durch Gewebe geschützt sind, kommt es häufig zu offenen Brüchen, das heißt die Knochenenden werden sichtbar.

 

Welche Symptome macht ein Unterschenkelbruch?

Ein Knochenbruch tut meistens sehr weh. Die blutergussverfärbte Bruchstelle schwillt schmerzhaft an, der Unterschenkel ist oft merkwürdig verdreht und das Gehen kaum noch möglich. Bei offenen Wunden sieht man die Knochenenden und es besteht eine erhöhte Gefahr, dass die Wunde sich entzündet.

 

Wie wird ein Unterschenkelbruch festgestellt?

Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Schwellung und Fehlstellung weisen eindeutig auf einen Bruch hin. Gesichert wird die Diagnose durch Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Perspektiven. Weitere Untersuchungen wie die Kernspintomographie Glossar-Symbol dienen dazu festzustellen wie schwer die Verletzung ist; dabei prüft man zum Beispiel, ob Nerven oder Gefäße durchtrennt worden sind.

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Autor: Dr. med. Martina Modrack; Dr. med. Maria-Anna Schoppmeyer, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Andrea Reiter, Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 17.03.10

Quelle: Durst, J.: Traumatologische Praxis. Schattauer Verlag, 1997; Schumpelick, V.: Chirurgie. 4. Auflage. Enke Verlag, 1999; Müller, M.:Chirurgie. 8. Aufl. Breisach: Medizinische Verlags- und Informationsdienste, 2006/07