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Meist harmlos, doch manchmal gefährlich

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Entgegen dem Bild, das die Werbung und Titelbilder von Hochglanzmagazinen vermitteln, ist unsere Haut selten makellos und hat meistens irgendwo ein paar Pigmentflecken. Es gibt eine Vielzahl möglicher, meist harmloser Unregelmäßigkeiten der Pigmentierung der Haut, dazu angeborene und erworbene Hautmale.

Besonders häufig sind Sommersprossen, Muttermale, Leberflecken, Altersflecken und andere Pigmentstörungen im Gesicht. Manche Hautmale sollte man jedoch von Zeit zu Zeit kritisch prüfen lassen.

 

Was sind Sommersprossen?

Die charmanten Sommersprossen entstehen bei dafür veranlagten Menschen, meist bei Rotblonden, unter UV-Lichteinstrahlung in früher Jugend. Sommersprossen sind eine saisonale Erscheinung. Sie verblassen in der sonnenärmeren Jahreszeit und ihre Zahl nimmt im Alter ab. Sie treten vermehrt dort auf, wo das Sonnenlicht ungehindert auf die Haut trifft: im Gesicht und auf den Unterarmen.

 

Die Punkte werden sichtbar, wenn die Zellen der Oberhaut unter UV-Strahlung schneller und mehr Pigment (Melanin) bilden. Der Farbstoff häuft sich in der tiefer liegenden Basalzellschicht an und wirkt von außen als gelblich-brauner Fleck, selbst wenn man den ganzen Tag hinter Glas verbracht hat. Sommersprossen sind völlig harmlos und bedeuten keine Hautkrebsgefahr. Das erhöhte Hautkrebsrisiko für den besonders hellhäutigen, sogenannten keltischen Pigmenttyp liegt vielmehr darin, dass dessen ungeschützte Haut besonders schnell und leicht Sonnenbrand bekommt.

  

Was sind Leberflecken?

Leberflecken entstehen meist im mittleren Lebensalter, unabhängig von Pigmenttyp und Sonnenlicht. Sie sind linsenförmig, glatt, dunkler als Sommersprossen und von schärferer Kontur. Leberflecken können sich zu erhabenen Muttermalen entwickeln. Diese vom Mediziner Nävi genannten Flecken können aber auch bereits von Geburt an vorhanden sein. Die Male entstehen durch eine Anhäufung von Pigmentzellen in verschiedenen Schichten der Haut.

 

Muttermale sollten regelmäßig beobachtet werden, denn ein Drittel aller Hautkrebserkrankungen geht von Muttermalen aus. Bei bläulichen oder spät aufgetretenen, sich verändernden Nävi sollte man den Hautarzt aufsuchen. Oft ist die vorbeugende Entfernung solcher Nävi angebracht.

 

Übrigens, der Name dieser Pigmentstörung täuscht: Weder hat die Mutter das Mal an der gleichen Stelle, noch ist der Leberfleck ein Hinweis für eine gestörte Leberfunktion. Allerdings ist die Anlage zur Bildung von Leberflecken häufig erblich.

 

Welche Hautveränderungen gibt es noch?

 

  • Sonnen- beziehungsweise Altersflecken: Dabei handelt es sich um unregelmäßige Pigmentflecken, die sich auf Haut bilden, die über viele Jahre der Sonne ausgesetzt war. Sie treten daher mit zunehmendem Alter auf, vor allem auf Handrücken, Gesicht und Dekolleté. Altersflecken sind zunächst unschädlich, aber werden oft als kosmetisch störend empfunden. Sie können besonders in späteren Jahren entarten.

     

  • Chloasma: Ganz anders entsteht die sogenannte Schwangerschaftsmaske, auch als Melasma oder Chloasma bezeichnet. Diese großflächigen, dunkler pigmentierten Bereiche im Gesicht sind Ausdruck einer Hormonveränderung, wie sie während der Schwangerschaft oder durch die Einnahme einer stark östrogenhaltigen Pille auftritt. Diese Symptome verschwinden nach der Entbindung oder nach dem Absetzen der Pille von selbst. Ganz ähnlich sehen Pigmentflecken aus, die durch bestimmte Medikamente hervorgerufen werden, zum Beispiel Antiallergika, Breitband-Antibiotika oder auch Duftöle in Parfums. Ein Melasma sollte nicht mit dem Laser entfernt werden, da der Behandlungserfolg gering ist oder sogar eine Verschlechterung eintreten kann.
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Autor: Sabine Keller, erstellt am 31.10.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 09.03.10

Quelle: www.dkfz-heidelberg.de, www.krebsinfo.de, www.krebshilfe.de, www.derma.de;