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Was ist ein Oberschenkelhalsbruch und wie kommt es dazu?

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Unter einem Oberschenkelhalsbruch versteht man einen Knochenbruch, der unterhalb des Hüftkopfes im Bereich des Oberschenkelhalses auftritt. Der Fachausdruck für Oberschenkelhalsbruch lautet Schenkelhalsfraktur oder Femurhalsfraktur.

Typischerweise kommt ein Schenkelhalsbruch bei älteren Menschen vor, da es mit zunehmendem Alter auch im Bereich des Oberschenkelhalses zu einer Abnahme der Knochendichte kommt. Ursache dafür ist in der Regel die Osteoporose (Knochenschwund). Die zunehmende Lebenserwartung der Bevölkerung führt somit auch zu einer Zunahme der Schenkelhalsbrüche, vor allem Frauen sind betroffen.

 

Der Schenkelhalsbruch entsteht meist in Folge eines Sturzes auf den Oberschenkel oder die Hüfte. Häufig handelt es sich, vor allem bei Älteren, um häusliche Unfälle. Sie sind nicht selten durch Schwindelanfälle oder eine kurze Bewusstlosigkeit aufgrund von Herz-Kreislauf- oder Nervenerkrankungen verursacht. Sehr selten kann es auch zu Knochenbrüchen aufgrund einer bestehenden Tumorerkrankung mit Tochtergeschwülsten im Knochen kommen.

 

Wie kann ein Oberschenkelhalsbruch vermieden werden?

Ganz wichtig ist - vor allem bei alten Menschen - die Behandlung von Grunderkrankungen, die möglicherweise Stürze und somit Knochenbrüche verursachen können, sowie eine regelmäßige augenärztliche Untersuchung.

 

Eine kalziumreiche Ernährung und körperliche Betätigung wirken sich zudem günstig auf die Knochen aus. Unter Umständen werden zusätzlich Kalzium und Vitamin D gegeben. Maßnahmen wie altersgerechte Wohnungseinrichtungen mit Haltegriffen, Gehhilfen und dem Wetter angepasstes Schuhwerk sind hilfreich, um Stürze zu verhindern.

 

Besteht bereits eine Osteoporose, sollte diese entsprechend behandelt werden. Weiterhin empfiehlt sich der Verzicht auf Nikotin und Alkohol.

 

Wie wird ein Oberschenkelhalsbruch festgestellt?

Meistens deuten die Beschwerden im Anschluss an einen Sturz wie starke Schmerzen im Hüftgelenk, die Unmöglichkeit das Hüftgelenk zu bewegen oder die Gehunfähigkeit bereits auf einen Oberschenkelhalsbruch hin. Viele Betroffene schaffen es nicht mehr, das Bein aktiv anzuheben. Häufig ist das gebrochene Bein verkürzt und nach außen verdreht. Doch können diese klinischen Zeichen auch nur wenig ausgeprägt sein.

 

In den allermeisten Fällen wird die Diagnose durch Röntgenaufnahmen des Hüftgelenkes gesichert. Auf dem Röntgenbild lässt sich auch erkennen, wo genau der Bruch verläuft, was für die weitere Therapie eine wichtige Rolle spielt. Selten veranlasst der Arzt zur Sicherung der Diagnose zum Beispiel eine Computertomographie Glossar-Symbol oder eine Szintigraphie Glossar-Symbol.

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Autor: Dr. med. Martina Modrack; Ulrich Kraft, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 09.03.10

Quelle: Durst, J.: Traumatologische Praxis. Schattauer, 1997; Hasse, F.M.: Klinikleitfaden Chirurgie. Urban & Fischer, 3. Auflage, 2002; Müller, M.: Chirurgie. Medizinische Verlags- und Informationsdienste, 2006/07; Stöckle, U. et al.: Der Oberschenkelhalsbruch. In: Deutsches Ärzteblatt 102 (2005), S. A3426-3434