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Was ist Neurodermitis?

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Neurodermitis ist eine nicht ansteckende, chronische Hauterkrankung, die meist schon im Säuglings- oder frühen Kindesalter beginnt. Sie geht mit starkem Juckreiz einher und verursacht nicht selten großen Leidensdruck. Typisch ist der schubförmige Verlauf mit immer wieder auftretenden Krankheitszeichen.

Bei der Entstehung der Krankheit wirken anlagebedingte, persönliche und Umweltfaktoren zusammen. Welche Faktoren dies im Einzelnen sind, ist individuell verschieden. Bei einem großen Teil der Betroffenen spielt eine allergische Komponente eine Rolle. Bei ihnen lassen sich spezielle Antikörper gegen Allergieauslöser wie Pollen oder Nahrungsmittelbestandteile nachweisen. Ärzte sprechen in diesem Fall von einer extrinsischen Form der Neurodermitis. Die nichtallergische Form der Neurodermitis bezeichnen sie als intrinsisch.

 

Am häufigsten tritt die Neurodermitis im Kindesalter auf. Bis zur Einschulung leidet in Europa etwa jedes zehnte Kind zumindest zeitweilig unter einer Neurodermitis. Bei Erwachsenen ist die Erkrankung seltener, nur etwa 1,5-3 Prozent sind betroffen.

 

In den letzten fünfzig Jahren hat die Häufigkeit der Neurodermitis stark zugenommen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass besonders Veränderungen der allgemeinen Lebensbedingungen dazu beigetragen haben.

 

Autor: Dr. med. Utta Wentscher; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 02.02.10

Quelle: Altmeyer P. Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer-Verlag 1997; Braun-Falco, Plewig G, Wolff HH. Dermatologie und Venerologie. Springer-Verlag (1996), ISBN: 3-540-53542-x; Fritsch P. Dermatologie und Venerologie, Lehrbuch und Atlas. Springer-Verlag (1998), ISBN: 3-540-61169-x; Orfanos CE, Garbe C: Therapie der Hautkrankheiten. Springer-Verlag (1995), ISBN: 3-540-58412-9; Leitlinien der Deutsche Dermatologische Gesellschaft (abgestimmt mit dem Berufsverband Deutscher Dermatologen e.V.) Nr. 013/013, Oktober 2000; Deutsches Grünes Kreuz e.V.: Neuere Entwicklungen in der Behandlung der Neurodermitis: Tacrolimus und Pimecrolimus; Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und des Berufsverbandes Deutscher Dermatologen (BVDD). Therapie des atopischen Ekzems mit Calcineurin-Inhibitoren. Dezember 2004; Homepage des Deutsche Allergie-und Asthmabundes e. V. (DAAB) (www.daab.de/index.php); Moll, Ingrid (Hrsg.): Duale Reihe - Dermatologie. 6. Auflage. Stuttgart: Thieme, 2005; Deutsche Dermatologische Gesellschaft (abgestimmt mit dem Berufsverband Deutscher Dermatologen): Leitlinie für Diagnostik und Therapie der Neurodermitis, Nr. 013/027 (Stand April 2008).