Krankheiten

 
 
 
Sie befinden sich hier:

tk-online.de . > Medizin & Gesundheit . > Krankheiten . > Krankheiten: M . > Myome

Inhaltsbereich

Was sind Myome?

Artikel vorlesen
 

Myome sind gutartige Muskelwucherungen der Gebärmutter. Der Fachbegriff für eine Gebärmutter, in der solche Myomknoten vorhanden sind, lautet Uterus myomatosus.

Zirca ein Viertel aller Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter haben Beschwerden durch Myome. Ein Großteil der Myome verursacht jedoch keine Beschwerden, und die betroffenen Frauen wissen von ihrer Existenz oft nichts oder nur zufällig: Nach einigen Untersuchungen, haben sogar bis zu 80 Prozent aller Frauen Myome. Myome sind der Grund für ein Drittel aller durchgeführten Gebärmutterentfernungen.

 

Die meist runden Myome können bis zu mehrere Zentimeter groß werden. Sie liegen hauptsächlich im Bereich des Gebärmutterkörpers, und zwar unter der Schleimhaut der Gebärmutterhöhle (submukös), direkt in der Muskelwand der Gebärmutter (intramural) oder an der Gebärmutteroberfläche (subserös).

 

Die Entstehung eines bösartigen Tumors aus einem Myom ist mit 0,2 Prozent sehr selten

 

Myome treten nur bei Frauen während der Geschlechtsreife auf, vor der ersten Regel und nach den Wechseljahren (Menopause) kommen sie nicht vor.

 

Wie entstehen Myome?

Sicher ist, dass Myomknoten nur entstehen können, wenn das weibliche Geschlechtshormon Östrogen vorhanden ist. Neben dem Östrogen spielt auch das Gelbkörperhormon (Progesteron) eine Rolle. Deshalb schrumpfen Myome auch nach der Menopause, wenn die weiblichen Geschlechtshormone zurückgehen, oder wenn die Hormonkonzentrationen medikamentös künstlich gesenkt werden. Andersherum können Myome an Größe zunehmen, wenn die Hormonspiegel erhöht sind, zum Beispiel in der Schwangerschaft.

 

Darüber hinaus scheinen erbliche Komponenten von Bedeutung zu sein, denn es wurde eine familiäre Häufung beobachtet. Außerdem sind Afroamerikanerinnen besonders häufig betroffen. In den Myomen selbst wurden diverse Veränderungen des genetischen Materials der Zellen nachgewiesen.

Autor: Dr. med. Annette Baumann; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 25.10.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Marret Stoll am 22.01.10

Quelle: Berg, Ch.: Sinn und Unsinn der organerhaltenden Myomoperation. In: Der Frauenarzt (2001); Feige et al.: Frauenheilkunde. Urban & Schwarzenberg (1997); Müller et al.: Myome - Entstehung, Diagnostik und Therapie. In: Frauenheilkunde uptodate (2007); David, M. u. Ebert, A.: Diagnostik und Therapie von Myomen - Neues und Bewährtes. In: Gynäkologie und Geburtshilfe (2005)