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Was ist Fieber und wie entsteht es?

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Fieber ist ein häufiges und wichtiges Krankheitszeichen (Symptom), welches immer beachtet werden sollte. Man spricht von Fieber, wenn im Enddarm (Rektum) Körpertemperaturen von über 38 Grad Celsius gemessen werden.

Der normale Temperaturverlauf zeigt eine Tagesschwankung mit einem frühmorgendlichen Minimum. Bei Messung in der Achsel (axillar) sind dies 36,0 Grad Celsius, unter der Zunge (oral beziehungsweise sublingual) 36,2 Grad Celsius und rektal 36,5 Grad Celsius. Die abendlich gemessene Maximaltemperatur beträgt axillar 37,2 Grad Celsius, oral 37,5 Grad Celsius und rektal 37,8 Grad Celsius.

 

Die Körpertemperatur wird durch einen Teil des Gehirns, den Hypothalamus, reguliert. Ähnlich der Funktionsweise eines Thermostats ist dort ein bestimmter Sollwert eingestellt, der bei Gesunden der normalen Körpertemperatur entspricht.

 

Wird der Sollwert erhöht, kommt es zu Fieber. Verantwortlich dafür sind fieberauslösende Stoffe (Pyrogene), die von Abwehrzellen des Körpers produziert werden können.

 

Welche Fiebertypen gibt es?

Der Verlauf des Fiebers kann erste Hinweise auf dessen Ursache geben und sollte nach Möglichkeit erfasst und dem Arzt mitgeteilt werden. Folgende Fiebertypen werden unterschieden:

 

  • Subfebril (lateinisch: sub = unter, febris = Fieber): Die Temperatur bleibt rektal gemessen unter 38,5 Grad Celsius.
  • Febril: Die Temperatur liegt über 38,5 Grad Celsius. Hier unterscheidet man:

    • Kontinuierliches Fieber (febris continua): Meist hohes Fieber ohne größere Temperaturschwankungen im Verlauf des Tages (bis ein Grad Celsius).
    • Remittierendes Fieber (febris remittens) = zurückkehrendes Fieber: Schwankungen der Temperatur im Tagesverlauf (bis zwei Grad Celsius), wobei keine normalen Temperaturen erreicht werden.
    • Intermittierendes Fieber (febris intermittens): Starke Temperaturschwankungen über zwei Grad im Tagesverlauf, phasenweise werden Normaltemperaturen erreicht.
    • Wiederkehrendes Fieber (febris recurrens): Regelmäßige, periodische Fieberepisoden, die durch einen oder mehrere fieberfreie Tage unterbrochen sind.

 

Autor: Till Hartlieb; Janna Christoffers, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 11.01.10

Quelle: Baenkler, H. W.: Innere Medizin. MLP Duale Reihe. Thieme (2001); Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag (2003 und 2007)