Unter dem Begriff Fehlsichtigkeit wird ein ganzes Spektrum von Augen- und Sehproblemen zusammengefasst. Am bekanntesten sind Kurzsichtigkeit und die im Volksmund als Weitsichtigkeit bezeichnete Übersichtigkeit, an der über 20 Prozent der Europäer zwischen 20 und 30 Jahren leiden.
Mit rund 40 Prozent weit verbreitet ist außerdem der so genannte Astigmatismus (Stabsichtigkeit), der bei jedem fünften Menschen so stark ist, dass er korrigiert werden sollte.
Seltener ist die Nachtblindheit, vor allem in Form einer Sehschwäche bei Dämmerung. Sie tritt vorzugsweise ab dem 50. Lebensjahr auf.
Bei den verschiedenen Formen der Farbfehlsichtigkeit herrschen Grün- und Rotschwächen vor; selten ist eine echte Farbenblindheit.
Autor: Verena Ahne; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 11.01.10
Quelle: Grehn, F.: Augenheilkunde; 27. Auflage, Springer (1998); Küchle, H.J.: Taschenbuch der Augenheilkunde. 4. Auflage, Verlag Hans Huber (1998); Empfehlungen der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft zur Qualitätssicherung bei sinnesphysiologischen Untersuchungen und Geräten (2001), www.dog.org/literatur.html; Lachenmayr, B.: Empfehlung zur Optischen Korrektur von Refraktionsfehlern - Brille (Dez. 1998), www.augeninfo.de/leit/empfref.htm; Leitlinien des BVA: Leitlinie Nr. 6, Kontaktlinsenanpassung und -kontrolle (Juni 2002), www.augeninfo.de/leit/leit06.htm; Leitlinien der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft:www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/ll_augen.htm;AWMF-Leitlinien-Register Nr. 045, Berufsverband der Augenärzte: Augenärzte informieren: Myopie (Kurzsichtigkeit). Berufsverband der Augenärzte (www.augeninfo.de/patinfo/myopie.pdf); Reuter, P.: Springer Lexikon Medizin. 2004, Springer Medizin Verlag; Augustin, A. J.: Augenheilkunde. 2007, Springer Medizin Verlag

