Die Muskulatur ermüdet bei statischem Stehen über längere Zeit auch in rückengerechter Haltung schneller als in Bewegung zum Beispiel beim Gehen und Laufen.
Durch langes unbewegliches Stehen wird zudem der venöse Blutrückstrom von den Beinen zum Herzen behindert.
Die physiologisch optimale Grundposition im Stehen zeichnet sich dadurch aus, dass die Wirbelsäule aufrecht in ihrer natürlichen Doppel-S-Schwingung gehalten wird.
Die Bausteine einer aufrechten Körperhaltung
- Das Brustbein ist nach vorne oben angehoben
- Der Kopf wird entspannt aufrecht gehalten
- Die Bauch- und Gesäßmuskeln sind etwas angespannt, um ein Hohlkreuz zu vermeiden
- Das Becken ist leicht aufgerichtet
- Die Knie sind leicht gebeugt, nicht durchgestreckt
- Die Füße stehen etwa hüftbreit auseinander
Unphysiologische Hohlkreuzstellung
- Vermeiden Sie eine Hohlkreuzstellung, bei der das Becken vor den Schultergürtel geschoben wird!
- Wenn Sie lange stehen müssen, sollten Sie das Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen vermeiden. Hohe Absätze verschieben den Körperschwerpunkt, das Becken schiebt sich nach vorn und die Lendenwirbelsäule wird durch das entstandene Hohlkreuz belastet.
Für längeres Stehen wie für längeres Sitzen gilt: Haltungswechsel und Bewegungspausen sind eine Wohltat für den Rücken.
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erstellt am 03.08.05; zuletzt aktualisiert von Diplom-Sportwissenschaftler Uwe-Folker Haase am 13.02.09
Quelle: Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten e.V.

