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Mann sitzt vor Computerbildschirm

So sitzen Sie richtig

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Als günstigste Grundposition des Sitzens gilt die aufrechte Sitzhaltung.

 

Körperschwerpunkt beim SitzenIm Sinne einer ökonomischen Statik empfiehlt die Rückenschule, die durch die Wirbelsäule verbundenen Körperabschnitte Becken, Brustkorb und Kopf längs einer Lotlinie anzuordnen.

 

Durch diese ideale Sitzhaltung werden die durch die Schwerkraft wirkenden Kräfte auf die Muskulatur (Drehmomente) möglichst klein gehalten.

 

Beim aufrechten Sitzen behält die Wirbelsäule ihre natürliche Doppel-S-Form und wird gleichmäßig belastet, zudem wird die Rückenmuskulatur beansprucht und gekräftigt.

 

Die aufrechte Sitzhaltung in der natürlichen Doppel-S-Form

  • Sitzen Sie aufrecht mit nach vorn gekipptem Becken und leicht abfallenden Oberschenkeln.
  • Die Oberschenkel bilden einen offenen Winkel von 45-60°.
  • Der Schultergürtel ruht ohne muskuläre Anspannung auf dem Brustkorb.
  • Heben Sie Ihr Brustbein nach vorn und oben an.
  • Strecken Sie Ihren Hinterkopf nach hinten oben, so dass die Halswirbelsäule gestreckt wird.

 

Auf häufige Haltungswechsel achten

Doch auch die günstigste Grundposition wird zur einseitigen Belastung, wenn man zu lange unbeweglich in ihr verharrt. Deshalb ist es bei längerem Sitzen wichtiger, auf häufige Haltungswechsel zu achten als auf die "richtige" Sitzposition. Sich nach einer Weile aufrechten Sitzens auf dem Stuhl zu "lümmeln", entlastet die Bandscheiben ähnlich wie das Einnehmen der aufrechten Sitzposition nach einer Sitzphase in entspannter Haltung.

 

Aufrechte SitzhaltungStärkung der Doppel-S-Form in aufrechter SitzhaltungHäufige Haltungswechsel entlasten die WirbelsäuleHäufige Haltungswechsel entlasten die WirbelsäuleJeder Haltungswechsel, jede Bewegung beim Sitzen fördert den Stoffwechsel der Bandscheiben und beugt Abnutzungserscheinungen vor. Auch Räkeln, Strecken und häufiges Aufstehen zwischendurch gehört daher zum gesunden Sitzen.

 

 

Gute Sitzmöbel ermöglichen Haltungswechsel, indem sie "mitgehen" und den Körper in vielen Positionen dynamisch unterstützen. Nutzen Sie Entlastungsvorrichtungen wie Rückenlehne, Lendenstütze, Armlehnen oder leicht nach vorn geneigte Sitzflächen. Letztere erleichtern die Beckenkippung.

erstellt am 03.08.05; zuletzt aktualisiert von Diplom-Sportwissenschaftler Uwe-Folker Haase am 13.02.09

Quelle: Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten e.V.