Ernährung

 
 
 
Sie befinden sich hier:

tk-online.de . > Medizin & Gesundheit . > Ernährung . > Ernährungsformen . > Vegetarier

Inhaltsbereich

Milch mit Kräutern und Käse

Vegetarier

Artikel vorlesen
 

Vegetarische Ernährungsformen werden in den westlichen Industrienationen immer beliebter. Auch etwa acht Prozent der deutschen Bevölkerung ernähren sich fleischlos.

Der Vegetarismus geht auf den griechischen Philosophen Pythagoras aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus zurück. Von ihm stammt das Zitat: "Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt wieder auf den Menschen zurück." Der Begriff Vegetarismus kommt von dem lateinischen "vegetare" und bedeutet "leben" oder "wachsen".

 

Die zahlreichen Skandale um tierische Produkte und Futtermittel-Verunreinigungen bestätigen viele Vegetarier in ihrer Entscheidung zu fleischloser Ernährung. Heute entscheiden sich viele Menschen weniger aus philosophischen oder religiösen Motiven, sondern aus Sorge um die Gesundheit und die Umwelt für eine fleischlose oder fleischarme Ernährung. Die meisten Vegetarier ernähren sich auch ökologisch bewusst und bevorzugen Lebensmittel aus biologischem Anbau.

 

Formen des Vegetarismus

Vegetarisch leben kann man in unterschiedlichen Formen. Die drei wichtigsten Formen sind:

 

  • vegan: Veganer essen ausschließlich pflanzliche Kost. Sie lehnen jegliche vom Tier stammende Stoffe oder Produkte in der Nahrung ab, selbst Honig.

  • lacto-vegetabil: Pflanzenkost ergänzt durch Milch und Milchprodukte

  • ovo-lacto-vegetabil: Pflanzenkost mit Milchprodukten und Eiern

 

Darüber hinaus gibt es noch weitere Bezeichnungen. Die "Pudding-Vegetarier" zum Beispiel essen zwar kein Fleisch, ernähren sich aber nicht gesundheitsbewusst - bei ihnen gehören auch Weißmehlprodukte, Süßigkeiten und industriell hergestellte Lebensmittel zum alltäglichen Speiseplan. Pisco-Vegetarier essen neben Ei und Milch auch Fisch. Rohkost-Anhänger nehmen vorwiegend Pflanzenkost in roher Form zu sich. Sie müssen aber nicht unbedingt Vegetarier sein.

 

erstellt am 11.03.03; zuletzt aktualisiert von Diplom-Ökotrophologin Dr. Gunda Backes am 05.11.08

Quelle: TK