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Frau im Meeting

Diskussion zur Gesundheitsreform

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Professor Dr. Günter Neubauer, Leiter des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG), präsentierte in der TK-Landesvertretung Bayern seine Modellvorstellungen für eine Finanzierungsreform der GKV.

Langfristig wird sich die deutsche Wohnbevölkerung dramatisch verändern. Bis zum Jahr 2060 wird die Bevölkerung insgesamt um 18 Millionen Einwohner abnehmen. Dieser Bevölkerungsschwund wird vor allen Dingen durch einen Rückgang von nahezu 20 Millionen Erwerbstätigen ausgelöst. Gleichzeitig wächst die Seniorengeneration um rund 5 Millionen Menschen. Letztere Gruppe verbraucht aber deutlich mehr Gesundheitsleistungen als sie finanziert.

 

Die Nettozahlergruppe zwischen 20 und 65 Jahren wird nicht mehr in der Lage sein, im heutigen Umfang die Seniorengruppe zu finanzieren. Spätestens dann wird der Solidarausgleich heutigen Zuschnitts zusammenbrechen.

 

Eine nachhaltige Finanzierungsreform muss diese Perspektive berücksichtigen. Steuerfinanzierung alleine kann das Problem nicht lösen, weil das Steueraufkommen in erster Linie die jeweils erwerbstätige Bevölkerung betrifft. Nur ein Ansparen für die künftige Belastung kann als geeignetes Instrument eingeschätzt werden. Dieses Ansparen kann entweder kollektiv erfolgen, wie etwa in der privaten Krankenversicherung, oder individuell von den einzelnen Haushalten. Am wahrscheinlichsten sind Mischsysteme.

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Vortrag und Folien zur Diskussion um eine Gesundheitsreform
Vortrag Prof. Neubauer, (PDF, 44 KB) Datei-Symbol
Folien Prof. Neubauer, (PDF, 289 KB) Datei-Symbol

Autor: TK-Landesvertretung Bayern, erstellt am 12.05.09