Bis zum zweiten Lebensjahr ist die Vorhaut des Penis physiologischer Weise verklebt und lässt sich nicht zurückschieben.
Erst danach sollte überlegt werden, ob eine Operation der Vorhautverengung (Phimose) in Frage kommt. Durch die Phimose kann es beispielsweise wiederholt zu Infekten im Bereich der Vorhaut kommen. Außerdem können Probleme beim Wasserlassen auftreten.
Die Operation
Auch eine operative Umschneidung der Vorhaut (Zirkumzision) kann heute sehr häufig ambulant durchgeführt werden. Ein großer Vorteil: Der kleine Patient vermeidet einen Klinikaufenthalt und erholt sich in seiner gewohnten Umgebung.
Doch nicht immer ist dieser Eingriff ambulant möglich. Der behandelnde Arzt wird mit Ihnen das für Sie oder Ihr Kind optimale Verfahren und die Risiken besprechen. Planen Sie gemeinsam das weitere Vorgehen.
Selbstverständlich werden auch vor einer ambulanten Operation alle notwendigen medizinischen Untersuchungen vorgenommen - genau wie bei einem Eingriff im Krankenhaus. Auch die Narkose wird von hochqualifizierten Spezialisten durchgeführt.
Die Zirkumzision ist ein komplikationsarmer Eingriff. Der Operateur löst dabei die Vorhaut von der Eichel. Anschließend wird jeweils die äußere und die innere Seite der Vorhaut durchtrennt. Mit selbstauflösendem Nahtmaterial verbindet der Operateur dann beide Blätter. Die Vorhaut ist anschließend frei beweglich.
Nach der Operation
Nach der ambulanten Operation kann der kleine Patient nach einem Aufenthalt im Aufwachraum und einer Abschlussuntersuchung wieder mit seinen Eltern nach Hause.
Die Wundheilung macht in der Regel keine Probleme.
In den Tagen nach dem Eingriff kommen die Jungen zu Kontrolluntersuchungen in die Praxis oder Klinik. Der operierende Arzt überprüft dann den Heilungsprozess und den allgemeinen Gesundheitszustand.
Autor: Dr. med. Christiane Bauch, erstellt am 10.05.06; zuletzt aktualisiert am 13.07.10